Horvi-Enzym-Therapie
Die Horvi-Enzym-Therapie ist eine alternative Behandlungsmethode, die auf dem Einsatz tierischer Enzyme basiert. Sie wurde in den 1940er Jahren von der österreichischen Biochemikerin Dr. Hedwig Vollmer entwickelt. In der Therapie kommen spezifische Enzyme zum Einsatz, die aus Schlangengiften, Krötensekreten und Insekten isoliert werden. Diese Enzyme sollen auf natürliche Weise den Körper in seiner Fähigkeit zur Selbstregulation unterstützen und bei verschiedenen chronischen Erkrankungen Linderung verschaffen.
Wirkungsweise der Enzyme
Enzyme sind biochemische Katalysatoren, die in fast allen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen und beschleunigen chemische Reaktionen im Körper, die für den Stoffwechsel, die Verdauung und die Zellregeneration notwendig sind. Im Rahmen der Horvi-Therapie wird angenommen, dass die spezifischen tierischen Enzyme gezielt auf biochemische Vorgänge einwirken und so den Körper bei der Regulation von Entzündungen, Immunreaktionen und der Heilung unterstützen.
Wirkprinzip der Horvi-Therapie
Die Horvi-Enzym-Therapie nutzt natürliche Proteine, die aus verschiedenen Tieren wie Schlangen, Kröten oder Insekten gewonnen werden. Diese Enzyme sind hochwirksam und sollen im Körper eine Vielzahl von Funktionen unterstützen, darunter:
•Förderung der Selbstheilungskräfte: Die Enzyme werden so eingesetzt, dass sie den Körper dabei unterstützen, seine eigenen Regenerationsprozesse zu aktivieren.
•Entzündungshemmung: Einige der Enzyme wirken entzündungshemmend und können bei chronischen Entzündungen unterstützend eingesetzt werden.
•Immunmodulation: Die Enzyme sollen das Immunsystem regulieren, ohne es zu stark anzuregen oder zu unterdrücken.
•Zellschutz und Regeneration: Durch die Unterstützung der Zellregeneration könnten die Enzyme in der Therapie von degenerativen Erkrankungen eine Rolle spielen.
Anwendungsgebiete der Horvi-Enzym-Therapie
Die Horvi-Therapie wird in der komplementären Medizin bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt. Häufige Anwendungsgebiete sind:
•Chronische Entzündungen: Die Enzyme sollen entzündliche Prozesse im Körper ausbalancieren.
•Degenerative Erkrankungen: Dazu gehören Krankheiten, die mit einem fortschreitenden Funktionsverlust von Organen und Geweben einhergehen, wie Gelenk- oder Muskelerkrankungen.
•Unterstützung des Immunsystems: Bei Immunschwäche oder überaktiven Immunreaktionen wie Allergien soll die Enzymtherapie regulierend wirken.
•Schmerztherapie: Die Behandlung kann als ergänzende Maßnahme bei chronischen Schmerzsyndromen eingesetzt werden.
•Hauterkrankungen: Einige Enzyme werden zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte verwendet.
Ablauf der Horvi-Therapie
Die Horvi-Therapie wird in der Regel als Kur über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt. Der behandelnde Therapeut erstellt einen individuellen Therapieplan, der auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Dabei kommen verschiedene Präparate in Form von Tropfen, Kapseln oder Injektionen zum Einsatz, die Enzyme enthalten.
Die Behandlung beginnt oft mit niedrigen Dosierungen, die dann schrittweise erhöht werden, um die Verträglichkeit sicherzustellen und eine gezielte Wirkung zu erzielen. Während der Therapie wird der Patient regelmäßig untersucht, um den Behandlungsverlauf zu überwachen und die Dosierung gegebenenfalls anzupassen.